Traisental DAC


Der Wein

© ÖWM
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Der sehr kalkhaltige Boden des Traisentals fordert die Reben dazu heraus, ihre Wurzeln in die Tiefe zu treiben und verleiht den Weinen ein sehr eigenständiges Profil, mit kräftigem Körper und festem Rückgrat. Die Mineralik ist Geschmacksträger, stützt die Säurestruktur und fördert die Langlebigkeit der Weine. Vor allem der Grüne Veltliner, der sich hier als frisch, fruchtig, würzig, als Wein mit Rückgrat und Finesse charakterisieren lässt. Mehr als 55% aller Flächen des Traisentals sind mit dieser Sorte bepflanzt, mehr als in jedem anderen Gebiet Österreichs! Berühmt sind die sehr langlebigen Reserveweine mit festem Körper aus den großen Lagen wie Zwirch, Berg, Alte Setzen, Hochschopf, Sonnleiten oder Fuchsenrand. Die zweitwichtigste Sorte des Traisentals ist der Riesling mit 5,3% Rebflächenanteil. Es sind elegante, kräftige, aromatische Weine mit mineralischer Note. Diese beiden Traisental-DAC-Rebsorten stellen gemeinsam 60% der Weine des Gebiets.

Das Gebiet

Das rund 790 Hektar große Weinbaugebiet Traisental besteht in dieser Form seit 1995 und ist das einzige Österreichs, dessen Rebflächen deutlich zunehmen (ca. 15 - 20 Prozent in den letzten Jahren). Es liegt südlich der Donau unterhalb von Wachau, KremsundKamptal und zählt zu den jüngsten Weinbaugebieten Österreichs, ist aber geschichtlich gesehen vermutlich sogar das älteste. Hier wurden Weinsamen gefunden, die aus der frühen Bronzezeit (um 2000 v. Chr.) stammen.



 

Die Landschaft des Traisentals, besticht durch sanfte Hügel und kleine Weingärten. Dabei schließen an das Ufer der klaren Traisen zuerst fruchtbare Äcker an, die allmählich in Terrassenweingärten übergehen. Die Besonderheit der Weine aus dem Traisental liegt zu einem Gutteil im Terroir begründet. Der Boden besteht hier überwiegend aus kalkigen Sedimentgesteinen. Die Mischung aus Abtragungsschutt, Sanden und sonstigen Sedimenten bildet das Vorland des Alpen- und Karpatenbogens. Die bodenbildenden Gesteine des Traisentals sind vorwiegend Ton, Mergel, Sand und Sandgestein, Schotter, Konglomerate und Kalke. Die hohen Temperaturschwankungen zwischen Tag und Nacht im Wechselspiel von warmen, pannonischen Einflüssen aus dem Alpenvorland und kühler, frischer Luft aus dem Dunkelsteiner Wald fördern überdies die Vielschichtigkeit der Aromen.

Kulinarik Tipp

© ÖWM
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Die mineralische Finesse und zarte Würze der Traisental- Weine macht sie zu einem Fixpunkt als Begleiter der modernen Regionalküche zum Beispiel zu klassischen oder kreativen Fischoder Geflügelgerichten, bis hin zu Rezepten mit mediterranen oder asiatischen Wurzeln, besonders auch mit rohem Fisch (Sushi, Sashimi) oder Krustentieren mit einem Hauch Schärfe.

© ÖWM / Stand 2010
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