Südoststeiermark


Vulkanische Hänge, würzige Weine

 

Viele kleine Weininseln prägen das Weinbaugebiet Südoststeiermark, vor allem an den Hängen erloschener Vulkane, die dem Landschaftsbild seine Eigenart verleihen. 1.400 Hektar Rebflächen werden bewirtschaftet, in konzentrierter Form rund um Klöch, St. Anna am Aigen und Straden. Eine Rebsorte hat besonderes Flair: der hocharomatische Traminer. Bevorzugte Vermarktungsform ist der Buschenschank.

© ÖWM / Egon Mark
© ÖWM / Egon Mark

Hier war über Jahrhunderte oft heiß umstrittenes Grenzland, davon zeugen befestigte Burgen und Schlösser auf hoch aufragenden Basaltklippen. Heute sind die Grenzen offen, die Riegersburg, Schloss Kapfenstein und andere herrschaftliche Ansitze wurden zu Schauplätzen friedlicher kultureller oder vielfach auch weinkulinarischer Ereignisse.

 

Dafür hat das Weinbaugebiet auch genügend Auswahl, denn eine Sortenvielfalt wie hier ist in kaum einem anderen Weinbaugebiet anzutreffen: WelschrieslingMorillon (Chardonnay), Weiß- und GrauburgunderGelber MuskatellerTraminer in allen Spielarten, Sauvignon Blanc und sogar Riesling auf der weißen Seite, ergänzt von interessanten Rotweinen, vorzugsweise aus Blauem Zweigelt. Verbindendes Element ist eine feine, mineralische Würze, die auf die besonderen geologischen Bedingungen zurückzuführen ist.

 

Vier Weinstraßen führen durch die reizvolle Hügellandschaft, einen guten Überblick über die Produktion bietet die gesamtsteirische Vinothek in St. Anna am Aigen, touristische Ziele sind nicht zuletzt die Thermalorte entlang der vulkanischen Bruchlinie. Die wichtigsten Weinbauorte sind Bad Radkersburg, Feldbach, Gleisdorf, Hartberg, Kapfenstein, Klöch, Riegersburg, St. Peter, Straden, Tieschen und Weiz.

 

Im Norden befinden sich am Ringkogel bei Hartberg Weingärten bis in 650 Meter Seehöhe, die zu den höchsten Anlagen in ganz Österreich gehören. Klimatisch macht sich im Gebiet der Übergang vom heißen, trockenen, pannonischen zum feuchtwarmen, illyrischen Mittelmeerklima stark bemerkbar. Die Reben wachsen vielfach auf warmen Böden aus Vulkanerde, Basalt, Sand, Lehm und Verwitterungsgestein.

 

Das steirische Vulkanland ist außerdem eines der naturbelassendsten Tourismusgebiete Österreichs. Herrliche, perfekt beschilderte Themenwanderwege führen durch eine bezaubernde Landschaft. Und überall laden freundliche Buschenschenker den Gast ein, neben dem Wein auch die  kulinarischen Köstlichkeiten der Gegend zu verkosten, allen voran das berühmte steirische Kürbiskernöl.

 

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